Eine verflixte Fahrt

Eine verflixte Fahrt
Fährt man Züge heutzutage, hat man öfter seine Klage,
denn wies meistens da so ist, stößt man auf ein
Hindernis.
Ärger gibts von allen Seiten, oftmals Wegen
Kleinigkeiten. So wird zum Beispiel unbeschritten, die
Fahrzeit immer mehr beschnitten.
Bei den Gleisen dieses Rennen, muß man wirklich Wahnsinn
nennen.
So hat ich neulich eine Tour, wir fahren nicht, wir
schwitzen nur, denn unsere V- Lok war entzwei, da gab s
ne Dampflok-Schweinerei.
Der Feuerschirm, ein Trümmerhaufen. Unterwegs dann
Rohrelaufen. Ja mein Heizer löffelt nur, doch vom Druck
war keine Spur.
Achte schon aufs Manometer, immer weiter runter geht er.
Dann das Schleudern, ich gab Sand, da platzt auch noch
der Wasserstand.
Vor lauter Dampf ist nichts zu sehen, da bleibt auch
noch die Pumpe stehen.
Trotz des Klopfens oben, unten, ihre Triebkraft bleibt
entschwunden.
Auf dem Tacho meine Mütze, unten eine Wasserpfütze.
Keine Luft, Kein Wassertropfen, ausgeglüht der
Bleischmelzpfropfen.
Scheinbar lag s am Rückenwind, daß wir noch gefahren
sind.
Und schließlich in der Bahnhofshalle, wo die Schienen
endlich alle, warf ich rum das Bremsgewicht, doch die
Bremse bremste nicht.
Der Prellbock wurde wegrasiert, die Pufferbohle leicht
lediert.
Und des Kessels Vorderwand, im Wartesaal am Biertisch
stand.
Ein Bierfaß unterm Drehgestell, brachte dann den Zug zur
Stell.
Verloren auch die Schwingenbolzen, alle Achsen
zugeschmolzen.
Die Schieber nicht mehr ölten, alle Hängeeisen fehlten.
Auch die Stangen waren krumm, schließlich fiel mein
Heizer um.
Und ich weiß nicht was so noch, aber pünktlich waren wir
doch!